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Prämierter Text (Details zum geplanten Beitrag)

Melanie Zerahn
Zitat aus dem Exposé:
„Jährlich erwerben 200.000 junge Menschen einen Hochschulabschluss. Sie sind hoch qualifiziert, mobil, mehrsprachig, ideologisch unverdorben und stehen informationstechnisch auf dem neuesten Stand. Die Welt steht ihnen offen- sollte man meinen [...]“
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» Recherche-Ergebnis: Beitrag in der "die tageszeitung"
Melanie Zerahn
Zitat aus dem Exposé:
„Jährlich erwerben 200.000 junge Menschen einen Hochschulabschluss. Sie sind hoch qualifiziert, mobil, mehrsprachig, ideologisch unverdorben und stehen informationstechnisch auf dem neuesten Stand. Die Welt steht ihnen offen- sollte man meinen. Doch anstatt einer gut bezahlten Anstellung kommt oft der „zweite Bildungsweg“ - der Einstieg in den Beruf. Meist mühsam, selten geradlinig und fast immer schlecht bezahlt, kämpfen sich die Meister der Anpassung durch Übergangsjobs, Werkund Honorarverträge, selbständige Tätigkeiten und Praktika. Für Unternehmen sind die jungen, unverbrauchten Arbeitskräfte ein Geldsegen: Sie „brennen“ nach Arbeit, wollen sich beweisen, ringen um Anerkennung. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als eine feste Stelle und angemessene Bezahlung. Dafür akzeptieren sie wenig Geld und lange Arbeitszeiten. Die Grenze zur Ausbeutung ist fließend, eine Meldepflicht gibt es nicht. Die Wirtschaft baut längst auf diese Kräfte, der Einsatz ist einkalkuliert. Mit der Begründung Praxis, ja, Aufwandsentschädigung, nein, zahlt beispielsweise das ZDF an keinen seiner Praktikanten einen Cent, unerheblich, ob Hochschulabschluss oder nicht. Die Universitätsabsolventen lernen dazu und arbeiten voll mit. Ein lukratives Geschäft von dem scheinbar alle profitieren – auf den ersten Blick. Doch wie sind die Auswirkungen tatsächlich? [...]“
Dieser Frage möchte die Journalistin Melanie Zerahn auf den Grund gehen. Wie sehen die tatsächlichen politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen aus? Dabei soll auch die Situation im europäischen Ausland untersucht werden. In Frankreich heißen die Geburtenjahrgänge der späten 70er und 80er Jahre „Géneration precaire“ – Generation heikel. In Spanien gibt es eine ähnlich geführte Diskussion. Nur in Deutschland verläuft die Debatte eher zahm. An dieser Stelle möchte Melanie Zerahn mit ihrer Recherche ansetzten.
Hierfür erhält sie ein Recherchestipendium in Höhe von 2.500 Euro.






