„Not für die Welt"
„Mit Milliardenbeträgen fördern Industrienationen ihre Hightech-Landwirtschaft. Der produzierte Überfluss landet oftmals zu Billigpreisen auf den Märkten der Entwicklungsländer und nimmt den dortigen Bauern jede Möglichkeit, ihre Produkte abzusetzen. Selbst die US-amerikanischen Lebensmittelhilfen in Hungergebiete schaffen mehr Leid, als sie lindern. Denn viele Regierungen warten lieber auf die Geschenkpakete, als die Ernten ihrer Landwirte aufzukaufen. Die Chancenlosigkeit treibt Tausende Afrikaner zur lebensgefährlichen Flucht nach Europa.“
Link zum Beitrag: DER SPIEGEL 19/2007, Not für die Welt
geboren 1961 in Bremen
Reporterin, Der Spiegel
Werdegang:
„Die Killer sitzen in komfortablen Büros in Brüssel oder Washington, aber sie erzeugen Hunger und Vertreibung für Millionen. Wie die Agrar-Politiker der reichen Welt Afrikas Bauern ins Elend stürzen, das beschreibt Michaela Schießl in ihrem erschütternden Report „Not für die Welt“. Mit ihrer aufwendigen Recherche und der schonungslosen Beschreibung bietet Michaela Schießl kritischen Journalismus in Bestform und erhält den ersten Preis.“