2. Preis
dotiert mit 5.000 Euro
Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt
(DER SPIEGEL)
Artikelserie „HSH Nordbank-Affäre“
(30.8.2010 ff., DER SPIEGEL)
Aus der Würdigung der Jury:
Eine staatseigene Bank heuert für ein Millionen-Honorar eine Privatdetektei an, um Vorstandsmitglieder überwachen zu lassen und ihm mit fingierten E-Mails Verfehlungen nachzuweisen, die er gar nicht begangen hat. Der Justiziar der Bank führt eine Razzia in einer Filiale der Bank in New York durch und lässt dem dortigen Filialleiter Beweise für eine angebliche Verbindung zu Kinderpornographen unterschieben. Die beiden Manager werden fristlos entlassen, so wie es der Wunsch des Bank-Chefs war, der die Detektei engagiert hatte. Später muss die Bank auf Kosten des Steuerzahlers millionenschwere Entschädigungen an die Opfer zahlen, aber den verantwortlichen Vorstandsvorsitzenden ficht das nicht an und der Chef des Aufsichtsrats deckt ihn. Die beiden Top-Leute aus der deutschen Hochfinanz wären damit vermutlich sogar unbeschadet durchgekommen, wenn die drei SPIEGEL-Redakteure Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt diesem Abgrund aus Unmoral und Hybris nicht mit größter Hartnäckigkeit nachgespürt hätten. Ihre Artikelserie über die ungeheuerlichen Vorgänge bei der HSH-Nordbank ist bester Recherche-Journalismus, wie er dringend gebraucht wird.
Externe Informationen/ Artikelserie auf SPIEGEL-Online:
Jürgen Dahlkamp
geboren 1969 in Stockum (heute Werne)
Werdegang
Auszeichnung
Gunther Latsch
geboren 1960 in Hamburg
Werdegang
Auszeichnung, u.a.
Jörg Schmitt
geboren 1967 in Marburg
Werdegang
Auszeichnung