Otto Brenner Preis

3. Preis – Markus Grill

Prämierter Beitrag

Die Jury würdigt Markus Grills Gesamtleistung an pharmakritischer Berichterstattung.

 

Die Schein-Forscher

Von Markus Grill

Die Pharmaindustrie bezahlt Ärzte dafür, dass sie teure Medikamente in den Markt drücken. Der stern zeigt die geheime Liste der Hersteller, die dabei mitmachen.

Hat Ihnen Ihr Arzt in den vergangenen Monaten zufällig eines der folgenden Medikamente verschrieben:

  • gegen Magenschmerzen: Nexium oder Pantozol?
  • gegen Bluthochdruck: Emestar, Diovan, Atacand, Votum oder Olmetec?
  • gegen zu hohe Cholesterinwerte: Locol oder Cranoc?

Wenn ja, dann hat Ihr Arzt vielleicht gedacht, es sei das beste Medikament für Sie. Vielleicht war es aber auch nur das beste für ihn. Denn für die Verordnung all dieser Präparate konnten Ärzte in den vergangenen Monaten Geld von der Pharmaindustrie bekommen. Selbstverständlich nicht direkt, das wäre ja Bestechung...

Link zum gesamten Artikel: stern.de, 03.02.2007, Die Schein-Forscher

Kurzbiographie Markus Grill

geboren in Aalen/Baden-Württemberg
Reporter, Stern

Werdegang:

 

  • Ab 2003 Stern-Redakteur, Ressort Politik und Wirtschaft
  • 2002 bis 2003 „Journalistenbüro Grill & Scheytt“, Stuttgart
  • 2000 bis 2001 Reportage-Agentur „Zeitenspiegel“, Weinstadt
  • 1999 bis 2000 Korrespondent der „Badischen Zeitung“ in Straßburg/Frankreich

Auszeichnungen:

 

  • 2006 Goldener Apfel
  • 2006 Dr. Georg Schreiber Preis
  • 1999 Erich Schairer Preis

Veröffentlichungen:

 

  • 2007 „Kranke Geschäfte. Wie die Pharmaindustrie uns manipuliert“ 

Aus der Würdigung der Jury

„Markus Grill hat mit seinen Recherchen der Öffentlichkeit das andere Gesicht der werbegeschützten Pharma-Welt gezeigt. Das besondere Merkmal seiner journalistischen Arbeit ist die Kontinuität. Er bleibt am Ball, wenn andere das Spielfeld schon längst verlassen haben. Seine nachhaltigen, tiefgründigen Ermittlungen haben einen besonderen Vorzug: Sie vermeiden Risiken für die Patienten und haben nur positive Nebenwirkungen für eine aufgeklärte Öffentlichkeit.“