Otto Brenner Preis

Medienprojektpreis – Andrea Röpke

Aus der Begründung der Jury

„Die Jury prämiert eine langwierige, schwierige, akribische Rechercheleistung, sie würdigt die Hartnäckigkeit und den Mut der Autorin, die sich von Drohungen aus der Neonazi-Szene nicht hat abschrecken lassen. Andrea Röpke deckt eine geheime braune Parallelwelt auf und zeigt, wie dort Kinder in Erziehungscamps gedrillt werden. Andrea Röpkes Arbeit ist praktizierter Verfassungsschutz – journalistische Nothilfe für Demokratie und Grundrechte. Der Preis will Andrea Röpkes Arbeit stützen und stärken.“

Kurzbiographie Andrea Röpke

geboren 1965

Werdegang:

  • seit 1994: freie Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus; in den 90er Jahren Veröffentlichungen der verdeckten Recherchen in „Spiegel“, „stern“ und „Focus“. Inzwischen arbeitet sie überwiegend für das Fernsehen, unter anderem für „Panorama“ „Monitor“ und „Kontraste“.

Auszeichnungen:

  • 2007 „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ des netzwerk recherche e. V. (gemeinsam mit Thomas Kuban und Anton Maegerle)
  • 2006 „Reporterin des Jahres“ des MediumMagazins
  • 2005 Journalistenpreis Stiftung Denkmalschutz (mit René Schulthoff)

Veröffentlichungen (Mitherausgeberin und Autorin) u. a.:

  • 2008 „Neonazis in Nadelstreifen –Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft“, Berlin
  • 2007 „Ferien im Führerbunker –Die neonazistische Kindererziehung der Heimattreuen Deutschen Jugend“, Hrsg: Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt, Braunschweig
  • 2005 „Retterin der weißen Rasse –Zur Rolle rechter Frauen“, Braunschweig
  • 2004 „Braune Kameradschaften –Militante Neonazis im Schatten der NPD“, Berlin