Otto Brenner Preis

Recherche-Stipendium - Sandro Mattioli

geplante Arbeit

„Auf Dreck gebaut: Wie sich die Müllmafia in Deutschland etabliert“

Deutschland nimmt seit Jahren, nicht erst seit der Müllkrise in und um Neapel, große Mengen von Abfall aus Italien auf. Allein in Rheinland-Pfalz wurden in den vergangenen fünf Jahren über 250.000 Tonnen Material angeliefert. Nur der kleinste Teil dieser Stoffe sind Siedlungsabfälle. Die größte Gruppe stellen „Boden und Steine (dar), die gefährliche Stoffe enthalten“. Bei diesen Erdimporten geht nicht alles mit rechten Dingen zu.

Das Ergebnis der Recherche ist auf der Seite der KONTEXT:Wochenzeitung abrufbar. 

Anfang September 2011 erschien im Herbig-Verlag das Buch "Die Müll-Mafia" von Sandro Mattioli. Das Buch erzählt vier Geschichten rund um ein kriminelles internationales Giftmüll-Entsorgungsnetzwerk.

Kurzbiographie

Sandro Mattioli
geboren 1975 in Heilbronn

Werdegang:

  • 2008-2009 Freier Reporter in Rom
  • 2006-2008 Volontär bei der Stuttgarter Zeitung
  • 1996-2004 Studium der Allgemeinen Rhetorik, Neueren Geschichte und EmpirischenKulturwissenschaft in Tübingen und Rom, Magisterabschluss
  • 1995-2006 Freier Journalist für verschiedene Medien, Autor für das Schwäbische Tagblatt
  • 1995 Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium, Neckarsulm

Auszeichnung:

  • 2007 „herausragende Leistung“, Axel-Springer-Preis

Aus der Begründung der Jury

„Sandro Mattioli will mit seiner Arbeit aufdecken, dass die italienische Mafia mit einem neuen Geschäftsmodell in Deutschland präsent ist: Dem Import von kontaminierter Erde. Eine investigative Recherche in einem gefährlichen Milieu - brisant und relevant. Die Jury des Otto Brenner Preises unterstützt diese Arbeit über eine aktuelle Form organisierter Kriminalität mit einem Stipendium.“