Otto Brenner Preis – 1. Preis

dotiert mit 10.000 Euro

Anita Blasberg

Zum Thema  Anita Blasberg

Marian Blasberg

Zum Thema  Marian Blasberg

Den 1. Preis für kritischen Journalismus erhalten Anita und Marian Blasberg für den Artikel

„Abschiebeflug FHE 6842“
Der Artikel beschreibt die Abschiebung einer afrikanischen Familie, die 13 Jahre in Deutschland gelebt hat. Er rekonstruiert den neuartigen Sammelabschiebeflug, der 40 Afrikaner gleichzeitig über Nacht außer Landes bringt. Gezeigt wird, wie die Ankömmlinge mit dem Leben in der fremden Heimat kämpfen.

Anita Blasberg
geboren 1977 in Düsseldorf

Werdegang:

  • seit 2006 Autorin für DIE ZEIT, Ressort Magazin und Dossier
  • 2004-2005 Henri-Nannen-Journalistenschule, Praktika u. a. bei DER SPIEGEL, stern, Berliner Zeitung, Neon, tageszeitung
  • 1997-2003 Studium der Soziologie, Politologie, Psychologie und Germanistik in Düsseldorf
  • 1996 Abitur in Hilden

Auszeichnungen:

  • 2008 Erich-Klabunde-Preis
  • 2008 Hansel-Mieth-Preis
  • 2007 Goldener Prometheus („Newcomer des Jahres 2006“)
  • 2005 Helmut-Stegmann-Preis

 

    Marian Blasberg
    geboren 1975 in Hilden

    Werdegang:

    • seit 2006 als Pauschalist bei DIE ZEIT, Ressort Magazin und Dossier
    • 2003-2004 Besuch der deutschen Journalistenschule in München, Praktika u. a. bei DER SPIEGEL, Frankfurter Rundschau-Magazin, Tagesanzeiger-Magazin
    • 1997-2003 Studium der Philosophie und Germanistik in Düsseldorf
    • 1996-1997 Zivildienst in einer integrativen Grundschule in Hilden
    • 1995 Abitur in Hilden

    Auszeichnungen:

    • 2008 Erich-Klabunde-Preis
    • 2008 Hansel-Mieth-Preis
    • 2007 Goldener Prometheus („Newcomer des Jahres 2006“)
    • 2004 Helmut-Stegmann-Preis

     

      Aus der Würdigung der Jury

      Der Preis wird verliehen als Gesamtwürdigung für Kommentare, Leitartikel und Meinungsbeiträge.„Die Opfer leben oft seit vielen Jahren in Deutschland, ihre Kinder sind hier zur Schule gegangen und fast alle wollen nichts anderes als ein friedliches Leben. Dann, meist ohne Vorwarnung, werden Väter, Mütter und Kinder mit Polizeigewalt aus ihren Wohnungen geholt, in Gefängnissen zwischengelagert und schließlich in ferne Weltgegenden deportiert, in denen viele von ihnen nie gewesen sind und oft nicht einmal die dortigen Sprachen sprechen. Mit ihrer Reportage über eine dieser EU-weit organisierten Zwangsdeportationen bringen Anita und Marian Blasberg das Schicksal der Abgeschobenen und die Kälte der eingesetzten bürokratischen Maschinerie in fesselnder Dichte und präziser Sprache den Lesern ganz nah. Eine grandiose Recherche und Journalismus in seiner besten Form mit einer schlimmen Botschaft: Die falsche Flüchtlingspolitik führt geradewegs in die Unmenschlichkeit.“